EMMA - das politische Magazin von Frauen

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Aktuelle Nachrichten von der EMMA-Redaktion
Updated: 6 years 2 weeks ago

Herr Professorin oder Frau Professor?

Wed, 06/05/2013 - 12:16
Die Uni Leipzig macht ernst. Künftig wird es dort nur noch weibliche Personenbezeichnungen geben: Professorinnen, Dekaninnen, Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen. Männer sind, so wird es im jeweiligen Dokument in einer Fußnote stehen, natürlich mitgemeint. Man war die bisherige Schrägstrich-Lösung (Professor/Professorin) leid, wolle aber die „zahlreichen Frauen an der Universität in der Grundordnung sichtbarer werden lassen“, erklärte Rektorin Beate Schücking (Foto) den Beschluss. Der wurde keinesfalls von einer Frauenmehrheit durchgedrückt, sondern vom männerdominierten Senat (57 Männer, 20 Frauen) verabschiedet. Die Aufregung ist groß. Schließlich hat die Uni das gängige Prinzip „Mann=Hauptsache, Frau=Nebensache“ (immerhin sprachlich) außer Kraft gesetzt. Ist das nun ausgleichende Gerechtigkeit für ein paar Jahrhunderte „Mitgemeintsein“ der Frauen? Oder gar „Notwehr“, wie Prof. Friederike Maier vom EU-Netzwerk Gender Equality im Interview erklärt? Oder doch zuviel des Guten? - Was meint ihr?
P.S. Die Idee stammt übrigens von einem Mann: Physikprofessorin Josef Käs. Mehr zum Thema: Die Macht der Sprache (4/10); Dossier: Numera Claudia (2/12)
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Was bringen Facebooks Maßnahmen gegen Frauenhass?

Mon, 06/03/2013 - 18:43
Auf dem ersten Foto sehen wir eine Frau, ihr Mund ist mit Tape überklebt. Darunter steht: „Tape her and rape her“. Auf dem zweiten Foto sehen wir eine weitere geknebelte und gefesselte Frau auf einem Sofa. Spruch: „Das ist keine Vergewaltigung. Wenn sie es nicht gewollt hätte, hätte sie etwas gesagt.“ Auf dem dritten Foto ist eine Frau beim Oralsex zu sehen. Spruch: „Was ist der Unterschied zwischen Schlucken und Spucken? Der Druck auf ihren Hinterkopf.“ Das sind nur einige Beispiele, die das feministische Mediennetzwerk „Women, Action and the Media“ (kurz: WAM!) und „The Everday Sexism Project“ gesammelt haben, um zu veranschaulichen, worum es in ihrem Offenen Brief an Facebook geht: Frauenhass ist in dem größten Online-Netzwerk der Welt, das zudem von mehr Frauen als Männern genutzt wird, allgegenwärtig. Bloß hat Facebook bisher nichts dagegen getan. Nun gelobt das Unternehmen Besserung. In den vergangenen Tagen sei deutlich geworden, "dass unsere Systeme für das Erkennen und Löschen von hasserfüllter Sprache nicht so gut funktionieren", schreibt Facebook in einem offiziellen Statement. Na endlich! Weiterlesen
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Der Anschlag von Solingen – als wäre es heute

Fri, 05/31/2013 - 21:00
Mevlüde Genç hat damals zwei Töchter verloren, zwei Enkelkinder und eine Nichte. Sie alle sind in dem von rassistischen Brandstiftern angezündeten Haus am 23. Mai 1993 in Solingen erstickt. Doch die heute 70-Jährige hat damals die Größe gehabt, an den Särgen ihrer Lieben zu sagen: „Der Tod meiner Angehörigen soll uns öffnen, Freunde zu sein. Lasst uns Hand in Hand miteinander leben.“ Dennoch: Nicht nur für sie, für alle TürkInnen in Deutschland gab es ein Davor und ein Danach. Ein „vor Solingen“ und ein „nach Solingen“. Zum 10. Jahrestag des grauenvollen Anschlags, dessen Täter verurteilt wurden, hatte die Deutsch-Türkin Hatice Akyün für EMMA darüber geschrieben, das Solingen für sie bedeutet: Es hat sie zurückgeholt ins Türkische, ins Beten, in die Diskriminierung. Weiterlesen
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Die Femen sprengen Germany's Next Topmodel

Fri, 05/31/2013 - 10:14
Kurz vor zehn, gerade scheidet Luise aus, eine der Favoritinnen in Heidi Klums diesjährigem Mädchenzirkus. Was die ZuschauerInnen vor den Fernsehern sehen: Die betrübte Kandidatin Luise, der gerade ihr Traum zerbricht, ist sehr, sehr traurig. Dabei will man doch eigentlich rufen: Glück gehabt, Luise! Schnitt. Was die FernsehzuschauerInnen dann sehen: Eine perplexe Heidi Klum, die sagt: „Habe ich da gerade Busen vor mir gesehen?“ Was die FernsehzuschauerInnen nicht sehen, dafür aber 10.000 Studiogäste und alle anwesenden Pressefotografen: Zwei Femen stürmen oben ohne auf die Bühne. Eine baut sich vor Heidi Klum auf und reißt die Arme in die Höhe. „Heidi Horror Picture Show“ steht auf ihrem nackten Oberkörper. Die Femen haben Germany's Next Top Model gesprengt! „Eine Lektion in Feminimus“, schreibt Stern.de. Und Spiegel Online titelt: „Femen-Frauen stehlen Topmodels die Show!“ "Heidi Klum hat sich während der gesamten Staffel wie eine Zuhälterin verhalten", sagen Hellen und Zana im Interview mit GMX. Mehr zum Thema
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Eigentlich ist sie doch rührend, die Heidi, oder?

Wed, 05/29/2013 - 18:40
Es gibt verdammt viele Gründe, gerührt zu sein über Heidi Klum. Sie ist in Bergisch-Gladbach geboren und hat es bis nach Los Angeles geschafft. Sie ist vom Vater zum Top-Model getrimmt worden und hat internationale Karriere gemacht. Sie hat sich ein Kind bei diesem glitschigen Formel-1-Flavio-Briatore gefangen und hat es allein und durchaus mit Contenance auf die Welt gebracht. Sie war mit Popsänger Seal verheiratet und ist nach seinem Abgang glücklich mit ihrem Bodyguard. Sie hat vier Kinder und macht gleichzeitig eine kometenhafte Karriere. Heidi macht nicht viel falsch. Wenn sie nur nicht so wiiiiiiiderlich wäre. Weiterlesen
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Spielberg ehrt einen Außenseiter-Film

Mon, 05/27/2013 - 12:11
Outcastiger hätte es nicht zugehen können: Die glitzernde Goldene Palme, Europas renommiertester Filmpreis, ging gestern Abend an „La vie d’Adèle, chapitre 1 et 2“ (Adeles Leben, Kapitel 1 und 2). Am gleichen Tag waren in Paris erneut 150.000 Menschen gegen die längst verabschiedete Homo-Ehe auf die Straße gegangen. Die VerteidigerInnen dieses juste m ilieu, des „richtigen“ Lebens, würden den Film wohl so charakterisieren: „Ein Film über zwei Lesben, gedreht von einem Araber.“ Der Regisseur Abdellatif Kechiche ist Franco-Tunesier. Er zeigt uns wohl nicht zufällig gerade jetzt die Geschichte einer leidenschaftlichen Liebe zwischen zwei Frauen, bei der das körperliche Begehren eine zentrale Rolle spielt. „Große Gefühle und große Bilder“, schwärmten ausnahmsweise Publikum und Kritiker gemeinsam. Mehr noch: ein mutiger Film und eine mutige Entscheidung. Aus vielerlei Gründen. Weiterlesen
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Eine Frauenstimme aus Ägypten

Fri, 05/24/2013 - 18:55
Gihan Abou Zeid ist seit über 20 Jahren eine der mutigsten Frauenrechtlerinnen in Ägypten. Die Psychologin veröffentlichte u.a. Bücher über die Gewalt gegen Frauen und die Rolle von Frauen in der Politik. Sie ist eine der tausende von Menschen, die vom ersten Tag an voller Hoffnung auf dem Tahrirplatz protestiert haben – doch inzwischen ist sie tief besorgt über die Machtergreifung der Muslimbrüder. Gihan hat die systematischen Gruppenvergewaltigungen ihrer Schwestern hautnah erlebt und schwört: „Wir lassen uns nicht einschüchtern. Jetzt werden wir erst recht weitermachen! Weiterlesen
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"11 Freundinnen" über Frauenfußball - jetzt im Kino

Fri, 05/24/2013 - 10:41
Wahnsinn war das, als am 26. Juni 2011 die deutschen Fußball-Frauen ins ausverkaufte Olympiastadion in Berlin einliefen und vor 74.000 Fans das Eröffnungsspiel gegen Kanada gewannen. Und natürlich zeigt Regisseurin Sung-Hyung Cho die Bilder von diesem Triumph für den einst verlachten Frauenfußball. Vor allem aber interessiert sich die Deutsch-Koreanerin, die 2006 erstmals mit ihrer schrägen Doku „Full Metal Village“ über ein Heavy Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Dorf Wacken auffiel, für die Spielerinnen hinter den WM-Kulissen. Das hammerharte Training, die Doppelbelastung von Fußball und Job – und natürlich: die Enttäuschung nach dem unerwarteten Rausschmiss aus WM und Olympia durch die Japanerinnen im Viertelfinale. Nach zwei Jahren Pause kämpfen unsere Mädels jetzt wieder um einen Titel: vom 10. bis 28. Juli bei der EM in Schweden.
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Lieber Playboy-Club…

Wed, 05/22/2013 - 15:25
…nun hast du deine Pforten geschlossen. Du bist pleite. Seit deiner Eröffnung im August 2012 herrscht gähnende Leere in deiner schicken Location am Rhein. Deine Bunnys standen sich die Hasenfüße platt. Tja. Hättest du doch uns, deine Nachbarinnen im Kölner Rheinauhafen gefragt. Wir hätten dir gleich gesagt, dass das keinen Zweck hat. Zwar haben wir hierzulande keinen Mangel an Sexismus, aber zigarrepaffende Männer, die sich ihren Brandy von Frauen mit Hasenohren und Puschelschwänzen kredenzen lassen, sind out in Germany. Dein Investor Fabian Thylmann hätte das wissen müssen, der ist ja Deutscher. Die zweistellige Millionenkaution, die er gerade hinterlegen musste, damit der Internet-Porno-King von „Manwin“ während seines Verfahrens wegen Steuerhinterziehung nicht länger im Knast sitzen muss, fehlt jetzt natürlich auch in der Playboy-Club-Kasse. Weiterlesen
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Was ist falsch an den spektakulären Aktionen?

Sun, 05/19/2013 - 13:13
Die Femen bringen Wind, ja Sturm in die deutsche Feministinnen-Szene. Den Sturm der Entrüstung. Nach ihrem Anti-Diktator-Auftritt gegen Putin auf der Messe in Hannover machten die Femen jetzt in Berlin Barbie Feuer unterm Hintern: Eine Feme mit dem Slogan "Life in plastic is not fantastic" auf der bloßen Haut fackelte vor dem „Barbie Dreamhouse“ eine gekreuzigte Barbie ab. Was die Aufmerksamkeit der Medien erregte, jedoch nicht nur den Profiteuren der Barbie-Industrie missfiel, sondern auch den Feministinnen von Pinkstinks, die kurz vorher gegen Barbie protestiert hatten. Warum sollten nicht viele Feministinnen auf viele Arten gegen den Barbiewahn protestieren? Und was hat das feministische Pop-Magazin Missy eigentlich gegen die Femen? Weiterlesen
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"Nur gut informiert Entscheidungen treffen"

Fri, 05/17/2013 - 19:17
Auch in Deutschland lassen sich Frauen, wie Angelina Jolie, aus Angst vor Brustkrebs präventiv das Brustgewebe entfernen. Es gibt bundesweit 15 Zentren, die sich auf Fälle familiärer Belastung spezialisiert haben. Eins davon ist das „Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs“ an der Kölner Uniklinik, an dem sich rund 30 Frauen pro Jahr für die sogenannte Mastektomie entscheiden. EMMA sprach mit der Leitenden Oberärztin Dr. Kerstin Rhiem. Sie warnt davor, dass der Fall Jolie dazu führen könnte, dass Frauen sich die US-Schauspielerin zum Vorbild nehmen - ohne genaues Wissen über ihr familiäres Risiko. „Das wäre fatal.“ Weiterlesen
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Proteste gegen das „Barbie Dreamhouse“ in Berlin

Fri, 05/17/2013 - 14:05
Man müsste schon eine rosarote Brille aufhaben, wenn man die Eröffnung des „Barbie Dreamhouse“ auf dem Berliner Alexanderplatz als Erfolg für die Veranstalter bezeichnen wollte. Ganze 30 BesucherInnen begaben sich in das Traum-Imperium der anorektischen Blondine, um an gigantischen Schuhregalen vorbeizuflanieren oder virtuelle Cupcakes zu backen. Über zehnmal so viele aber protestierten gegen das eindimensionale Frauenbild, das Mädchen mit der „Barbie Experience“ verpasst bekommen, von Slutwalk (mit bunten Plakaten wie „Barbie – nicht nur Cupcakes backen, auch essen!“) bis Femen (die im rosa Riesen-Higheel vor dem Eingang eine gekreuzigte Barbie verbrannten). - EMMA sprach mit Stevie Schmiedel (Foto 2. v. li.), Gründerin der Initiative Pink Stinks gegen sexistische Werbung und zu viel Rosa im Kinderzimmer. Weiterlesen
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Melissa Silverstein über den Frauenmangel in Cannes

Thu, 05/16/2013 - 14:31
Die filminteressierte Welt blickt nach Cannes und sieht: Männer. In diesem Jahr ist im Wettbewerb um die Goldene Palme neben 19 Regisseuren immerhin eine Regisseurin nominiert: Valeria Bruni-Tedeschi, die ältere Schwester von Carla Bruni-Sarkozy; für ihren Film „Un château en Italie“. Die Liste der Männer hingegen liest sich wie ein Treffen unter Kumpels: Roman Polanski, Steven Soderbergh, Ethan & Joel Cohen und Jim Jarmusch sind natürlich dabei. Im letzten Jahr ging gar keine Frau ins Rennen. Was zu Protesten führte. "Frauen zeigen in Cannes ihr Gesicht, Männer ihre Filme", klagten die französischen Feministinnen von La Barbe in einem offenen Brief an die Macher in Cannes, unterstützt von den Filmemacherinnen Coline Serreau, Virginie Despentes und Fanny Cottencon. Auch die Hollywood-Bloggerin Melissa Silverstein protestierte. Sie fordert, dass sich die Schieflage in Sachen Frauen & Film nicht nur in Cannes sondern ganz grundsätzlich ändert. Und sie hätte da auch schon ein paar Vorschläge. Weiterlesen
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Alice Schwarzer über Angelina Jolie

Wed, 05/15/2013 - 10:43
Angelina Jolie ist mutig. Kein Zweifel. Sie lebt bis heute relativ unangepasst. Sie engagiert sich in Film wie Leben für vergewaltigte Frauen im Krieg. Sie geht jetzt mit einer schockierenden, intimen Information an die Öffentlichkeit. Die 37-Jährige hat sich beide Brüste amputieren bzw. aushöhlen lassen. Grund: Angst vor Brustkrebs. Dazu hat Jolie verschärfte Gründe. Nicht nur ihre geliebte Mutter starb mit 56 an Brustkrebs, auch sie selbst trägt das Brustkrebsgen BRCA1 in sich. Laut Experten erhöht das das Risiko zu erkranken um 60 bis 90 Prozent. Doch lässt sich ein solches Problem mit dem Messer lösen? Kann ein Mensch Körperteile, die bedroht sein könnten, einfach abschneiden und bleibt dann gesund zurück? Gewiss nicht. Ein so entfremdetes, mechanisches Verhältnis zum eigenen Körper trägt dem komplexen Zusammenspiel eines Körpers inklusive der Rolle psychischer Einflüsse kaum Rechnung. Jolies Operation ist also weder mutig noch feige, sie ist eine Panikhandlung. Und Panik ist ein schlechter Ratgeber. Die Schauspielerin wäre besser beraten gewesen, ihren eigenen Körper maximal zu beobachten, sich alle sechs Monate untersuchen zu lassen – und umgehend zu handeln, sobald erste Anzeichen für eine Erkrankung auftreten. Ein Vorbild sollte Angelina Jolie in dem Punkt also nicht sein. Meine ich. – Und was meint ihr?
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Darum geht es den "Müttern für Rentengerechtigkeit"

Tue, 05/14/2013 - 16:18
Die Frau in der Mitte, das ist Brigitte Neuss. Mit ihren Mitstreiterinnen von der Initiative „Mütter für Rentengerechtigkeit“ hat sie zum Muttertag in der
Kölner Schildergasse demonstriert. Die Frauen fordern: gleiche Rente für alle Mütter. Und dafür sammeln sie nun Unterschriften, die sie an die Bundesregierung schicken wollen. Denn bisher ist die Rente gesetzlich folgendermaßen geregelt: Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, bekommen für die Erziehungszeit nur einen statt drei Entgeltpunkte angerechnet. Das macht einen Unterschied von mindestens 56,14 € pro Monat. Das muss sich ändern, findet Brigitte Neuss. Weiterlesen
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EMMA verlost zehn Karten fürs Endspiel

Tue, 05/14/2013 - 10:28
Fußballfäninnen (und –fans) aufgepasst: Wenn am 19. Mai im Kölner RheinEnergieStadion die Fußballfrauen von Turbine Potsdam und VfL Wolfsburg (die Deutschen Meisterinnen 2013), zum spannenden Finale um den DFB-Pokal aufeinandertreffen (Foto: Rebecca Smith von Wolfsburg und Tabea Kemme von den Turbinen mit dem begehrten Pott), könnt ihr kostenlos dabei sein. EMMA verlost in Kooperation mit dem DFB fünfmal zwei Karten für das Spiel, das nun zum vierten Mal nicht mehr als Vorspiel des Herren-Pokalfinales in Berlin, sondern als eigener Hauptakt in Köln stattfindet. Anpfiff ist um 16.30 Uhr, aber schon ab 11.11 Uhr (wann sonst?) beginnt das Vorprogramm mit Autogrammstunden der Nationalspielerinnen, Talkrunden und Musik. Wer bei der Karten-Verlosung mitmachen möchte, schreibt einfach eine E-Mail (mit Angabe eurer vollständigen Adresse), wir schicken den glücklichen GewinnerInnen die Karten dann zu. Alle anderen können Karten über die DFB-Tickethotline 01805/992202 oder www.dfb.de käuflich erwerben. Mehr zum Thema Frauenfußball
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Unabhängige MuslimInnen trafen sich in Berlin

Mon, 05/13/2013 - 15:05
Nach diesem langen und nicht enden wollenden Winter war es eines der ersten schönen Wochenenden in Berlin. Die Sonne schien und wer Gelegenheit hatte, den zog es hinaus in die Cafés oder Parks, und an die Seen in und um Berlin. Rund 150 Frauen und Männer aber versammelten sich in der von den BerlinerInnen verlassenen Innenstadt, um im vierten Stock des Auditoriums in der Friedrichstraße 180 über „das Projekt der transkulturellen Gesellschaft“ unter dem Motto „Selbstbestimmung statt Gruppenzwang“ zu diskutieren. Eingeladen hatte die Giordano-Bruno-Stiftung, der Zentralrat der Ex-Muslime, aber auch Terre de Femmes, die Alevitische Gemeinde und die Initiative progressiver Frauen. In zehn Vorträgen und sechs Diskussionspanels ging es um einen zeitgemäßen Islam, Emanzipation, um Integration und Identität. Erwähnenswert ist es, weil damit seit langem erstmals wieder der ernsthafte Versuch gemacht wurde, die Debatte um den Islam offen unter Muslimen zu diskutieren. Weiterlesen
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Westfrau meets Ostfrauen und -männer

Fri, 05/10/2013 - 18:22
Lange vor der Wende hat EMMA viel über die Frauen in der DDR berichtet, über ihre Vorteile und Nachteile im realen Sozialismus. Ab der Wende gab es dann eine Serie von Artikeln, die um Verstehen und Verständnis rangen (mehr zum Thema im EMMA-Lesesaal). Vor allem die EMMA-Herausgeberin hat immer wieder daran erinnert, dass „nicht alles schlecht war“ im Osten. „Wir Westfrauen haben gelernt, dass politischer Protest etwas bringen kann – die Ostfrauen konnten schon früher in ‚Männerberufe’ und haben bis heute mehr Krippen und Kindergärten“, sagt Alice Schwarzer. Darum „wäre es ideal gewesen, wir hätten unser beidseitgen Vorteile zusammengeschmissen“. Das ist erst mal nicht passiert – könnte aber doch noch werden. Am Montagabend, den 13. Mai, liest Alice Schwarzer im Rahmen der „Thüringer Literatur- und Autorentage“ in der Vogtlandhalle in Greiz aus ihrem „Lebenslauf“. Und diskutiert anschließend mit allen, denen das Spaß macht. Karten: T 03661/62880 oder 0151/17371391, www.lesezeichen-ev.de
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Kritische Islamkonferenz gegen Islamismus

Fri, 05/10/2013 - 12:17
Vier Tage nach der „Deutschen Islam Konferenz“, die alljährlich vom Innenminister einberufen wird, findet an diesem Wochenende in Berlin die zweite „Kritische Islamkonferenz“ statt. Während die offizielle Islamkonferenz sich vor allem an organisierte Muslime wendet, debattieren bei der alternativen Konferenz unabhängige Individuen, darunter mehrere Deutsch-Türkinnen: von der Soziologin Necla Kelek über die Juristin Seyran Ates bis zu der Psychologin und SPD-Politikerin Lale Akgün. Und auch der Generalsekretär der Aleviten in Deutschland, Ali Dogan; der Ägypter Hamed Abdel-Samad sowie die Iranerin Mina Ahadi debattieren über den „Weg zu einem zeitgemäßen Islam“ und das Ziel einer „Selbstbestimmung statt Gruppenzwang“. Ahadi hatte vor fünf Jahren in Köln die erste "Kritische Islamkonferenz" organisiert. Weiterlesen
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Gedenken an Lesben im Nationalsozialismus

Fri, 05/10/2013 - 12:10
Die Initiatorinnen haben den Titel ihrer Gedenkveranstaltung mit Bedacht gewählt: „Verschwiegen und vergessen“. Denn wie schon der Streit um das „Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen“ zeigte, werden Verfolgung und Unterdrückung der weiblichen Homosexuellen unter den Nazis bis dato ignoriert und teilweise sogar geleugnet. So verweigerte die Brandenburgischen Gedenkstätten eine Erinnerungs-Tafel an der KZ-Gedenkstätte Ravensbrück, dem größten Frauen-Konzentrationslager. Und: Die bisherigen Gedenkveranstaltungen am Homo-Mahnmal gedachten ausschließlich der männlichen NS-Opfer. Um das zu ändern, lädt das Berliner Lesbenarchiv Spinnboden gemeinsam mit der Magnus Hirschfeld-Gesellschaft heute um 17 Uhr zu einer „Veranstaltung zum Gedenken an das Leid lesbischer Frauen im Nationalsozialismus“. Frauen wie Clara Schröder (Foto), die in den Akten der Hamburgischen Gefangenen-Anstalten unter der Kategorie „Perversität“ auftaucht. An Frauen wie sie erinnert bei der heutigen Feier Claudia Schoppmann, die vor der Kranzniederlegung über die Frauen während der „Zeit der Maskierung“ berichtet.
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