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Aktivistinnen von Femen in Tunis in Gefahr

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Thu, 06/13/2013 - 10:09
Gestern Abend erreichte uns die Nachricht, dass die drei Femen, die aus Solidarität mit der verhafteten Amina in Tunis barbusig protestiert hatten, zu vier Monaten Gefängnis verurteilt worden sind: wegen „Verstoß gegen die guten Sitten und Erregung öffentlichen Ärgernisses“. Denn die „Sitten“ bestehen in diesem Land, das nach Verjagung des autokratischen Herrschers in den Islamismus gekippt ist, auf Verschleierung und nicht Entblößung. Das Urteil trifft zwei Französinnen und eine Deutsche, Josephine Witt (Foto re), aus Hamburg. Die Femen-Aktion in Tunis gehört – bei aller Solidarität – zu den Aktionen, die EMMA von Anfang an kritisch gesehen hat. Warum? Weil die entblößte Haut als plakative Protestfläche passend ist im Westen, wo die Haut der Frauen zu Markte getragen wird. Aber sie ist problematisch in einem islamistisch beherrschten Land. Denn die Entblößung dreier Westlerinnen wird dort von fast allen, nicht nur von Islamisten, als Bestätigung des Klischees westlicher und feministischer Dekadenz verstanden. Was sich zusätzlich belastend für Amina auswirken könnte. Egal: Jetzt brauchen alle Femen unsere Solidarität! EMMA wird sich aktiv um die drei West-Femen kümmern und vor allem um die 18-jährige Tunesierin Amina Tyler (Sboui). Weiterlesen
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Vor einem Jahr starb die große Analytikerin

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Tue, 06/11/2013 - 18:22
Am 12. Juni 2012 starb Margarete Mitscherlich im Alter von 94 Jahren. Die Deutsch-Dänin war die prägendste Analytikerin in Deutschland nach dem Krieg, in der Therapie wie in der Theorie ("Die Unfähigkeit zu trauern", zusammen mit ihrem Ehemann Alexander). Ab Mitte der 1970er Jahre stieß die Tochter einer (gemäßigten) Frauenrechtlerin zu den neuen Feministinnen. Ihr Bekenntnis in der ersten Ausgabe von EMMA, "Ich bin Feministin", erregte international aufsehen und wurde damals von vielen in ihrer Branche als unpassend bis skandalös empfunden. Die Berührungsängste mit dem Feminismus waren auch und gerade unter PsychoanalytikerInnen noch groß. Was die ketzerische Freudianerin wenig störte. Auf Wunsch der Familie Mitscherlich würdigte Alice Schwarzer ihre große Freundin in der Trauerrede. Mehr
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Ausstellung: "Cross-border" im ZKM Karlsruhe

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Tue, 06/11/2013 - 10:31
18 Künstlerinnen aus dem arabischen Mittelmeerraum zeigen in Karlsruhe Bilder, Fotografien, Skulpturen und Videos. Ihre Arbeiten sind geprägt von Tradition und Moderne. Und sie nehmen die wenig später aufbrechende Hoffnung und Verzweiflung vorweg mit diesen überwiegend noch vor dem so genannten „arabischen Frühling“ entstandenen Werken. Die Ausstellung im ZKM geht bis zum 8. September. Mehr zum Thema: www.zkm.de. - In EMMA über Künstlerinnen: Die moderne Kunst ist ein alter Herrenclub (2/13).
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Femen, #aufschrei und der Neofeminismus

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Sat, 06/08/2013 - 10:00
Die Frau ist 30 Jahre alt, ist für höhere Boni für Hedgefondmanager, für einen Spitzensteuersatz von 20 Prozent und für die Senkung der Sozialhilfe. So weit, so banal. Das gibt es: Frauen, die so denken. Und das sollte in einer Demokratie auch erlaubt sein. Die Überraschung ist: Die Frau bezeichnet sich als „Sozialistin“. Und der Spiegel stellt sie gar als Verkörperung eines jungen neuen Sozialismus, als „Neosozialistin“ vor. – Und dann ist da noch eine Frau. Sie ist auch 30, findet Pornos geil, OPs zur Verschönerung der Vagina problemlos und das Betreuungsgeld für Hausfrauen mit Kindern ideal (worüber sich selbst die CDU/CSU Frauen wundern dürften, denn die sind eigentlich dagegen, nur CSU-Seehofer ist wirklich dafür). So weit, so banal. Das gibt es: Frauen, die so denken. Und das sollte in einer Demokratie auch erlaubt sein. Die Überraschung ist: Die Frau bezeichnet sich als „Feministin“ – und der Spiegel stellt sie als Verkörperung eines jungen neuen Feminismus, als „Neofeministin“ vor. Absurd? Weiterlesen
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Aminas Vater ist stolz auf seine Tochter!

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Fri, 06/07/2013 - 10:31
Er ist stolz auf seine Tochter. Er sagt: „ Sie hat mich mit mir selbst versöhnt. Mit meinen Werten. Ich hatte mich irgendwie mit allem abgefunden. Jetzt ist mir klar: Man muss aktiv werden!“ Hier spricht Mounir Sboui, der Vater von Amina, der ersten und einzigen Feme in Tunesien. Amina sitzt seit zwei Wochen im Gefängnis. Drei Femen aus Europa, eine Deutsche und zwei Französinnen, sind ihr zur Hilfe geeilt – und sitzen nun auch im Gefängnis. Ihnen drohen bis zu sechs Monaten Haft, man rechnet jedoch mit einer Bewährungsstrafe. Der Tunesierin jedoch drohen bis zu zwölf Jahren Haft: wegen „Verletzung der guten Sitten“. Vater Sboui ist Arzt, Amina ist das älteste von drei Kindern. Er erzählt: „Amina war von klein an eine Rebellin. Sie ist sauer auf die arabischen Männer, die ihre Frauen schuften lassen in der Fabrik und auf den Feldern. Und zuhause. Während sie im Cafe hocken.“ Und während Aminas Mutter, eine Lehrerin, sich von ihrer Tochter distanziert und sie für „psychisch krank“ erklärt, sagt der Vater in Libération: „Amina hat einen Fehler gemacht, aber kein Verbrechen begangen.“ Weiterlesen
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Yasemin Karakasoglu – ein „kluger Schachzug“?

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Thu, 06/06/2013 - 13:56
Peer Steinbrück hat - nach Gesche Joost, Manuela Schwesig und Brigitte Zypries - die vierte Frau in seinem „Kompetenzteam“ vorgestellt: Yasemin Karakasoglu. Die 48-jährige Professorin an der Uni Bremen ist promovierte Erziehungswissenschaftlerin und Konrektorin für Interkulturalität und Internationalität. Die zweifache Mutter, die in Wilhelmshaven geboren wurde und in Ankara Turkologie studierte, soll in Steinbrücks Schattenkabinett für Bildung und Wissenschaft zuständig sein. Die Tochter eines türkischen Vaters und einer deutschen Mutter sei „ein kluger Schachzug“, heißt es in der Presse, offenbar wolle der Kanzlerkandidat mit den mäßigen Umfragewerten so „bei WählerInnen ausländischer Herkunft punkten“. Einige JournalistInnen erinnern sich allerdings auch an verblüffende Äußerungen der Professorin: Das Kopftuchverbot für Lehrerinnen? Eine „deutsche Fatwa“. Die mutige Kritik muslimischer Frauen wie Necla Kelek, Seyran Ates oder Ayaan Hirsi Ali an der Unterdrückung von Mädchen und Frauen in den eigenen Reihen? „Emotionale Selbstinszenierungen“. Arrangierte Ehen? „Das Ergebnis der Abschottungspolitik Europas gegenüber geregelter Einwanderung“. In einem Offenen Brief hatte Alice Schwarzer Karakasoglu deshalb scharf kritisiert.
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Ehegattensplitting abschaffen!

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Thu, 06/06/2013 - 11:21
Die gute Nachricht zuerst: Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Ja zur steuerlichen Gleichbehandlung gleichgeschlechtlicher Paare den Weg zur „Ehe für alle“ quasi frei gemacht. Denn warum jetzt, wo auch die letzte Ungleichbehandlung der Homo-Ehe für verfassungswidrig erklärt wurde, nicht gleich die „richtige“ Ehe auch für Homo-Paare öffnen? Die schlechte Nachricht: Gerade noch hat EU-Kommissionspräsident  Barroso persönlich Deutschland aufgefordert, das Ehegattensplitting endlich abzuschaffen. Diese Subventionierung der Hausfrauenehe, die SteuerzahlerInnen jährlich 20 Millionen Euro kostet, böte „signifikante Fehlanreize für Zweitverdiener“. Will heißen: Dank Steuerersparnis lohnt es sich für den „Zweitverdiener“ (meist: die Zweitverdienerin) finanziell, zu Hause zu bleiben. Dabei profitieren von diesem Steuervorteil zu 40 Prozent kinderlose Paare. Also: Ehe für alle? Klar! Ehegattensplitting? Nein! Stattdessen: Förderung von Familien mit Kindern – egal, ob hetero oder homo. - Mehr zum Thema
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Nach der Revolution

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Thu, 06/06/2013 - 10:08
Am 8. Juli 2011 mussten die Dreharbeiten abrupt abgebrochen werden. Das Team verließ rennend die große Bühne, den Tahrir-Platz. Grund: Die „Revolutionäre“ griffen die Hauptdarstellerin an und beschimpften sie als „Hure“. Als Regisseur Yousry Nasrallah begann, „Nach der Revolution“ zu drehen, wurde er vom Leben überholt. Aus dem geplanten Spielfilm wurde ein semidokumentarisches Werk, in dem wir die arabische Revolution live erleben: vom euphorischen Aufbruch bis zum Kippen des arabischen Frühlings in einen Eis-Winter. Als erste mussten die Frauen daran glauben. Wie immer. Sie mussten erkennen, dass sie unter den neuen Herren, den Islamisten, mindestens so entrechtet sind wie zuvor, nein ungleich mehr. „Nach der Schlacht“ (wie der Titel im Original treffender lautet) verwebt eine fiktive Liebesgeschichte mit dem realen Politdrama. Anrührend und mitreißend. „Nach der Revolution“, im Kino.
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Herr Professorin oder Frau Professor?

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Wed, 06/05/2013 - 12:16
Die Uni Leipzig macht ernst. Künftig wird es dort nur noch weibliche Personenbezeichnungen geben: Professorinnen, Dekaninnen, Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen. Männer sind, so wird es im jeweiligen Dokument in einer Fußnote stehen, natürlich mitgemeint. Man war die bisherige Schrägstrich-Lösung (Professor/Professorin) leid, wolle aber die „zahlreichen Frauen an der Universität in der Grundordnung sichtbarer werden lassen“, erklärte Rektorin Beate Schücking (Foto) den Beschluss. Der wurde keinesfalls von einer Frauenmehrheit durchgedrückt, sondern vom männerdominierten Senat (57 Männer, 20 Frauen) verabschiedet. Die Aufregung ist groß. Schließlich hat die Uni das gängige Prinzip „Mann=Hauptsache, Frau=Nebensache“ (immerhin sprachlich) außer Kraft gesetzt. Ist das nun ausgleichende Gerechtigkeit für ein paar Jahrhunderte „Mitgemeintsein“ der Frauen? Oder gar „Notwehr“, wie Prof. Friederike Maier vom EU-Netzwerk Gender Equality im Interview erklärt? Oder doch zuviel des Guten? - Was meint ihr?
P.S. Die Idee stammt übrigens von einem Mann: Physikprofessorin Josef Käs. Mehr zum Thema: Die Macht der Sprache (4/10); Dossier: Numera Claudia (2/12)
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Was bringen Facebooks Maßnahmen gegen Frauenhass?

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Mon, 06/03/2013 - 18:43
Auf dem ersten Foto sehen wir eine Frau, ihr Mund ist mit Tape überklebt. Darunter steht: „Tape her and rape her“. Auf dem zweiten Foto sehen wir eine weitere geknebelte und gefesselte Frau auf einem Sofa. Spruch: „Das ist keine Vergewaltigung. Wenn sie es nicht gewollt hätte, hätte sie etwas gesagt.“ Auf dem dritten Foto ist eine Frau beim Oralsex zu sehen. Spruch: „Was ist der Unterschied zwischen Schlucken und Spucken? Der Druck auf ihren Hinterkopf.“ Das sind nur einige Beispiele, die das feministische Mediennetzwerk „Women, Action and the Media“ (kurz: WAM!) und „The Everday Sexism Project“ gesammelt haben, um zu veranschaulichen, worum es in ihrem Offenen Brief an Facebook geht: Frauenhass ist in dem größten Online-Netzwerk der Welt, das zudem von mehr Frauen als Männern genutzt wird, allgegenwärtig. Bloß hat Facebook bisher nichts dagegen getan. Nun gelobt das Unternehmen Besserung. In den vergangenen Tagen sei deutlich geworden, "dass unsere Systeme für das Erkennen und Löschen von hasserfüllter Sprache nicht so gut funktionieren", schreibt Facebook in einem offiziellen Statement. Na endlich! Weiterlesen
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Der Anschlag von Solingen – als wäre es heute

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Fri, 05/31/2013 - 21:00
Mevlüde Genç hat damals zwei Töchter verloren, zwei Enkelkinder und eine Nichte. Sie alle sind in dem von rassistischen Brandstiftern angezündeten Haus am 23. Mai 1993 in Solingen erstickt. Doch die heute 70-Jährige hat damals die Größe gehabt, an den Särgen ihrer Lieben zu sagen: „Der Tod meiner Angehörigen soll uns öffnen, Freunde zu sein. Lasst uns Hand in Hand miteinander leben.“ Dennoch: Nicht nur für sie, für alle TürkInnen in Deutschland gab es ein Davor und ein Danach. Ein „vor Solingen“ und ein „nach Solingen“. Zum 10. Jahrestag des grauenvollen Anschlags, dessen Täter verurteilt wurden, hatte die Deutsch-Türkin Hatice Akyün für EMMA darüber geschrieben, das Solingen für sie bedeutet: Es hat sie zurückgeholt ins Türkische, ins Beten, in die Diskriminierung. Weiterlesen
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Die Femen sprengen Germany's Next Topmodel

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Fri, 05/31/2013 - 10:14
Kurz vor zehn, gerade scheidet Luise aus, eine der Favoritinnen in Heidi Klums diesjährigem Mädchenzirkus. Was die ZuschauerInnen vor den Fernsehern sehen: Die betrübte Kandidatin Luise, der gerade ihr Traum zerbricht, ist sehr, sehr traurig. Dabei will man doch eigentlich rufen: Glück gehabt, Luise! Schnitt. Was die FernsehzuschauerInnen dann sehen: Eine perplexe Heidi Klum, die sagt: „Habe ich da gerade Busen vor mir gesehen?“ Was die FernsehzuschauerInnen nicht sehen, dafür aber 10.000 Studiogäste und alle anwesenden Pressefotografen: Zwei Femen stürmen oben ohne auf die Bühne. Eine baut sich vor Heidi Klum auf und reißt die Arme in die Höhe. „Heidi Horror Picture Show“ steht auf ihrem nackten Oberkörper. Die Femen haben Germany's Next Top Model gesprengt! „Eine Lektion in Feminimus“, schreibt Stern.de. Und Spiegel Online titelt: „Femen-Frauen stehlen Topmodels die Show!“ "Heidi Klum hat sich während der gesamten Staffel wie eine Zuhälterin verhalten", sagen Hellen und Zana im Interview mit GMX. Mehr zum Thema
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Eigentlich ist sie doch rührend, die Heidi, oder?

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Wed, 05/29/2013 - 18:40
Es gibt verdammt viele Gründe, gerührt zu sein über Heidi Klum. Sie ist in Bergisch-Gladbach geboren und hat es bis nach Los Angeles geschafft. Sie ist vom Vater zum Top-Model getrimmt worden und hat internationale Karriere gemacht. Sie hat sich ein Kind bei diesem glitschigen Formel-1-Flavio-Briatore gefangen und hat es allein und durchaus mit Contenance auf die Welt gebracht. Sie war mit Popsänger Seal verheiratet und ist nach seinem Abgang glücklich mit ihrem Bodyguard. Sie hat vier Kinder und macht gleichzeitig eine kometenhafte Karriere. Heidi macht nicht viel falsch. Wenn sie nur nicht so wiiiiiiiderlich wäre. Weiterlesen
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Spielberg ehrt einen Außenseiter-Film

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Mon, 05/27/2013 - 12:11
Outcastiger hätte es nicht zugehen können: Die glitzernde Goldene Palme, Europas renommiertester Filmpreis, ging gestern Abend an „La vie d’Adèle, chapitre 1 et 2“ (Adeles Leben, Kapitel 1 und 2). Am gleichen Tag waren in Paris erneut 150.000 Menschen gegen die längst verabschiedete Homo-Ehe auf die Straße gegangen. Die VerteidigerInnen dieses juste m ilieu, des „richtigen“ Lebens, würden den Film wohl so charakterisieren: „Ein Film über zwei Lesben, gedreht von einem Araber.“ Der Regisseur Abdellatif Kechiche ist Franco-Tunesier. Er zeigt uns wohl nicht zufällig gerade jetzt die Geschichte einer leidenschaftlichen Liebe zwischen zwei Frauen, bei der das körperliche Begehren eine zentrale Rolle spielt. „Große Gefühle und große Bilder“, schwärmten ausnahmsweise Publikum und Kritiker gemeinsam. Mehr noch: ein mutiger Film und eine mutige Entscheidung. Aus vielerlei Gründen. Weiterlesen
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Eine Frauenstimme aus Ägypten

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Fri, 05/24/2013 - 18:55
Gihan Abou Zeid ist seit über 20 Jahren eine der mutigsten Frauenrechtlerinnen in Ägypten. Die Psychologin veröffentlichte u.a. Bücher über die Gewalt gegen Frauen und die Rolle von Frauen in der Politik. Sie ist eine der tausende von Menschen, die vom ersten Tag an voller Hoffnung auf dem Tahrirplatz protestiert haben – doch inzwischen ist sie tief besorgt über die Machtergreifung der Muslimbrüder. Gihan hat die systematischen Gruppenvergewaltigungen ihrer Schwestern hautnah erlebt und schwört: „Wir lassen uns nicht einschüchtern. Jetzt werden wir erst recht weitermachen! Weiterlesen
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"11 Freundinnen" über Frauenfußball - jetzt im Kino

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Fri, 05/24/2013 - 10:41
Wahnsinn war das, als am 26. Juni 2011 die deutschen Fußball-Frauen ins ausverkaufte Olympiastadion in Berlin einliefen und vor 74.000 Fans das Eröffnungsspiel gegen Kanada gewannen. Und natürlich zeigt Regisseurin Sung-Hyung Cho die Bilder von diesem Triumph für den einst verlachten Frauenfußball. Vor allem aber interessiert sich die Deutsch-Koreanerin, die 2006 erstmals mit ihrer schrägen Doku „Full Metal Village“ über ein Heavy Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Dorf Wacken auffiel, für die Spielerinnen hinter den WM-Kulissen. Das hammerharte Training, die Doppelbelastung von Fußball und Job – und natürlich: die Enttäuschung nach dem unerwarteten Rausschmiss aus WM und Olympia durch die Japanerinnen im Viertelfinale. Nach zwei Jahren Pause kämpfen unsere Mädels jetzt wieder um einen Titel: vom 10. bis 28. Juli bei der EM in Schweden.
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Lieber Playboy-Club…

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Wed, 05/22/2013 - 15:25
…nun hast du deine Pforten geschlossen. Du bist pleite. Seit deiner Eröffnung im August 2012 herrscht gähnende Leere in deiner schicken Location am Rhein. Deine Bunnys standen sich die Hasenfüße platt. Tja. Hättest du doch uns, deine Nachbarinnen im Kölner Rheinauhafen gefragt. Wir hätten dir gleich gesagt, dass das keinen Zweck hat. Zwar haben wir hierzulande keinen Mangel an Sexismus, aber zigarrepaffende Männer, die sich ihren Brandy von Frauen mit Hasenohren und Puschelschwänzen kredenzen lassen, sind out in Germany. Dein Investor Fabian Thylmann hätte das wissen müssen, der ist ja Deutscher. Die zweistellige Millionenkaution, die er gerade hinterlegen musste, damit der Internet-Porno-King von „Manwin“ während seines Verfahrens wegen Steuerhinterziehung nicht länger im Knast sitzen muss, fehlt jetzt natürlich auch in der Playboy-Club-Kasse. Weiterlesen
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Was ist falsch an den spektakulären Aktionen?

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Sun, 05/19/2013 - 13:13
Die Femen bringen Wind, ja Sturm in die deutsche Feministinnen-Szene. Den Sturm der Entrüstung. Nach ihrem Anti-Diktator-Auftritt gegen Putin auf der Messe in Hannover machten die Femen jetzt in Berlin Barbie Feuer unterm Hintern: Eine Feme mit dem Slogan "Life in plastic is not fantastic" auf der bloßen Haut fackelte vor dem „Barbie Dreamhouse“ eine gekreuzigte Barbie ab. Was die Aufmerksamkeit der Medien erregte, jedoch nicht nur den Profiteuren der Barbie-Industrie missfiel, sondern auch den Feministinnen von Pinkstinks, die kurz vorher gegen Barbie protestiert hatten. Warum sollten nicht viele Feministinnen auf viele Arten gegen den Barbiewahn protestieren? Und was hat das feministische Pop-Magazin Missy eigentlich gegen die Femen? Weiterlesen
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"Nur gut informiert Entscheidungen treffen"

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Fri, 05/17/2013 - 19:17
Auch in Deutschland lassen sich Frauen, wie Angelina Jolie, aus Angst vor Brustkrebs präventiv das Brustgewebe entfernen. Es gibt bundesweit 15 Zentren, die sich auf Fälle familiärer Belastung spezialisiert haben. Eins davon ist das „Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs“ an der Kölner Uniklinik, an dem sich rund 30 Frauen pro Jahr für die sogenannte Mastektomie entscheiden. EMMA sprach mit der Leitenden Oberärztin Dr. Kerstin Rhiem. Sie warnt davor, dass der Fall Jolie dazu führen könnte, dass Frauen sich die US-Schauspielerin zum Vorbild nehmen - ohne genaues Wissen über ihr familiäres Risiko. „Das wäre fatal.“ Weiterlesen
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Proteste gegen das „Barbie Dreamhouse“ in Berlin

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Fri, 05/17/2013 - 14:05
Man müsste schon eine rosarote Brille aufhaben, wenn man die Eröffnung des „Barbie Dreamhouse“ auf dem Berliner Alexanderplatz als Erfolg für die Veranstalter bezeichnen wollte. Ganze 30 BesucherInnen begaben sich in das Traum-Imperium der anorektischen Blondine, um an gigantischen Schuhregalen vorbeizuflanieren oder virtuelle Cupcakes zu backen. Über zehnmal so viele aber protestierten gegen das eindimensionale Frauenbild, das Mädchen mit der „Barbie Experience“ verpasst bekommen, von Slutwalk (mit bunten Plakaten wie „Barbie – nicht nur Cupcakes backen, auch essen!“) bis Femen (die im rosa Riesen-Higheel vor dem Eingang eine gekreuzigte Barbie verbrannten). - EMMA sprach mit Stevie Schmiedel (Foto 2. v. li.), Gründerin der Initiative Pink Stinks gegen sexistische Werbung und zu viel Rosa im Kinderzimmer. Weiterlesen
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