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Melissa Silverstein über den Frauenmangel in Cannes

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Thu, 05/16/2013 - 14:31
Die filminteressierte Welt blickt nach Cannes und sieht: Männer. In diesem Jahr ist im Wettbewerb um die Goldene Palme neben 19 Regisseuren immerhin eine Regisseurin nominiert: Valeria Bruni-Tedeschi, die ältere Schwester von Carla Bruni-Sarkozy; für ihren Film „Un château en Italie“. Die Liste der Männer hingegen liest sich wie ein Treffen unter Kumpels: Roman Polanski, Steven Soderbergh, Ethan & Joel Cohen und Jim Jarmusch sind natürlich dabei. Im letzten Jahr ging gar keine Frau ins Rennen. Was zu Protesten führte. "Frauen zeigen in Cannes ihr Gesicht, Männer ihre Filme", klagten die französischen Feministinnen von La Barbe in einem offenen Brief an die Macher in Cannes, unterstützt von den Filmemacherinnen Coline Serreau, Virginie Despentes und Fanny Cottencon. Auch die Hollywood-Bloggerin Melissa Silverstein protestierte. Sie fordert, dass sich die Schieflage in Sachen Frauen & Film nicht nur in Cannes sondern ganz grundsätzlich ändert. Und sie hätte da auch schon ein paar Vorschläge. Weiterlesen
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Alice Schwarzer über Angelina Jolie

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Wed, 05/15/2013 - 10:43
Angelina Jolie ist mutig. Kein Zweifel. Sie lebt bis heute relativ unangepasst. Sie engagiert sich in Film wie Leben für vergewaltigte Frauen im Krieg. Sie geht jetzt mit einer schockierenden, intimen Information an die Öffentlichkeit. Die 37-Jährige hat sich beide Brüste amputieren bzw. aushöhlen lassen. Grund: Angst vor Brustkrebs. Dazu hat Jolie verschärfte Gründe. Nicht nur ihre geliebte Mutter starb mit 56 an Brustkrebs, auch sie selbst trägt das Brustkrebsgen BRCA1 in sich. Laut Experten erhöht das das Risiko zu erkranken um 60 bis 90 Prozent. Doch lässt sich ein solches Problem mit dem Messer lösen? Kann ein Mensch Körperteile, die bedroht sein könnten, einfach abschneiden und bleibt dann gesund zurück? Gewiss nicht. Ein so entfremdetes, mechanisches Verhältnis zum eigenen Körper trägt dem komplexen Zusammenspiel eines Körpers inklusive der Rolle psychischer Einflüsse kaum Rechnung. Jolies Operation ist also weder mutig noch feige, sie ist eine Panikhandlung. Und Panik ist ein schlechter Ratgeber. Die Schauspielerin wäre besser beraten gewesen, ihren eigenen Körper maximal zu beobachten, sich alle sechs Monate untersuchen zu lassen – und umgehend zu handeln, sobald erste Anzeichen für eine Erkrankung auftreten. Ein Vorbild sollte Angelina Jolie in dem Punkt also nicht sein. Meine ich. – Und was meint ihr?
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Darum geht es den "Müttern für Rentengerechtigkeit"

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Tue, 05/14/2013 - 16:18
Die Frau in der Mitte, das ist Brigitte Neuss. Mit ihren Mitstreiterinnen von der Initiative „Mütter für Rentengerechtigkeit“ hat sie zum Muttertag in der
Kölner Schildergasse demonstriert. Die Frauen fordern: gleiche Rente für alle Mütter. Und dafür sammeln sie nun Unterschriften, die sie an die Bundesregierung schicken wollen. Denn bisher ist die Rente gesetzlich folgendermaßen geregelt: Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, bekommen für die Erziehungszeit nur einen statt drei Entgeltpunkte angerechnet. Das macht einen Unterschied von mindestens 56,14 € pro Monat. Das muss sich ändern, findet Brigitte Neuss. Weiterlesen
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EMMA verlost zehn Karten fürs Endspiel

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Tue, 05/14/2013 - 10:28
Fußballfäninnen (und –fans) aufgepasst: Wenn am 19. Mai im Kölner RheinEnergieStadion die Fußballfrauen von Turbine Potsdam und VfL Wolfsburg (die Deutschen Meisterinnen 2013), zum spannenden Finale um den DFB-Pokal aufeinandertreffen (Foto: Rebecca Smith von Wolfsburg und Tabea Kemme von den Turbinen mit dem begehrten Pott), könnt ihr kostenlos dabei sein. EMMA verlost in Kooperation mit dem DFB fünfmal zwei Karten für das Spiel, das nun zum vierten Mal nicht mehr als Vorspiel des Herren-Pokalfinales in Berlin, sondern als eigener Hauptakt in Köln stattfindet. Anpfiff ist um 16.30 Uhr, aber schon ab 11.11 Uhr (wann sonst?) beginnt das Vorprogramm mit Autogrammstunden der Nationalspielerinnen, Talkrunden und Musik. Wer bei der Karten-Verlosung mitmachen möchte, schreibt einfach eine E-Mail (mit Angabe eurer vollständigen Adresse), wir schicken den glücklichen GewinnerInnen die Karten dann zu. Alle anderen können Karten über die DFB-Tickethotline 01805/992202 oder www.dfb.de käuflich erwerben. Mehr zum Thema Frauenfußball
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Unabhängige MuslimInnen trafen sich in Berlin

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Mon, 05/13/2013 - 15:05
Nach diesem langen und nicht enden wollenden Winter war es eines der ersten schönen Wochenenden in Berlin. Die Sonne schien und wer Gelegenheit hatte, den zog es hinaus in die Cafés oder Parks, und an die Seen in und um Berlin. Rund 150 Frauen und Männer aber versammelten sich in der von den BerlinerInnen verlassenen Innenstadt, um im vierten Stock des Auditoriums in der Friedrichstraße 180 über „das Projekt der transkulturellen Gesellschaft“ unter dem Motto „Selbstbestimmung statt Gruppenzwang“ zu diskutieren. Eingeladen hatte die Giordano-Bruno-Stiftung, der Zentralrat der Ex-Muslime, aber auch Terre de Femmes, die Alevitische Gemeinde und die Initiative progressiver Frauen. In zehn Vorträgen und sechs Diskussionspanels ging es um einen zeitgemäßen Islam, Emanzipation, um Integration und Identität. Erwähnenswert ist es, weil damit seit langem erstmals wieder der ernsthafte Versuch gemacht wurde, die Debatte um den Islam offen unter Muslimen zu diskutieren. Weiterlesen
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Westfrau meets Ostfrauen und -männer

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Fri, 05/10/2013 - 18:22
Lange vor der Wende hat EMMA viel über die Frauen in der DDR berichtet, über ihre Vorteile und Nachteile im realen Sozialismus. Ab der Wende gab es dann eine Serie von Artikeln, die um Verstehen und Verständnis rangen (mehr zum Thema im EMMA-Lesesaal). Vor allem die EMMA-Herausgeberin hat immer wieder daran erinnert, dass „nicht alles schlecht war“ im Osten. „Wir Westfrauen haben gelernt, dass politischer Protest etwas bringen kann – die Ostfrauen konnten schon früher in ‚Männerberufe’ und haben bis heute mehr Krippen und Kindergärten“, sagt Alice Schwarzer. Darum „wäre es ideal gewesen, wir hätten unser beidseitgen Vorteile zusammengeschmissen“. Das ist erst mal nicht passiert – könnte aber doch noch werden. Am Montagabend, den 13. Mai, liest Alice Schwarzer im Rahmen der „Thüringer Literatur- und Autorentage“ in der Vogtlandhalle in Greiz aus ihrem „Lebenslauf“. Und diskutiert anschließend mit allen, denen das Spaß macht. Karten: T 03661/62880 oder 0151/17371391, www.lesezeichen-ev.de
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Kritische Islamkonferenz gegen Islamismus

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Fri, 05/10/2013 - 12:17
Vier Tage nach der „Deutschen Islam Konferenz“, die alljährlich vom Innenminister einberufen wird, findet an diesem Wochenende in Berlin die zweite „Kritische Islamkonferenz“ statt. Während die offizielle Islamkonferenz sich vor allem an organisierte Muslime wendet, debattieren bei der alternativen Konferenz unabhängige Individuen, darunter mehrere Deutsch-Türkinnen: von der Soziologin Necla Kelek über die Juristin Seyran Ates bis zu der Psychologin und SPD-Politikerin Lale Akgün. Und auch der Generalsekretär der Aleviten in Deutschland, Ali Dogan; der Ägypter Hamed Abdel-Samad sowie die Iranerin Mina Ahadi debattieren über den „Weg zu einem zeitgemäßen Islam“ und das Ziel einer „Selbstbestimmung statt Gruppenzwang“. Ahadi hatte vor fünf Jahren in Köln die erste "Kritische Islamkonferenz" organisiert. Weiterlesen
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Gedenken an Lesben im Nationalsozialismus

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Fri, 05/10/2013 - 12:10
Die Initiatorinnen haben den Titel ihrer Gedenkveranstaltung mit Bedacht gewählt: „Verschwiegen und vergessen“. Denn wie schon der Streit um das „Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen“ zeigte, werden Verfolgung und Unterdrückung der weiblichen Homosexuellen unter den Nazis bis dato ignoriert und teilweise sogar geleugnet. So verweigerte die Brandenburgischen Gedenkstätten eine Erinnerungs-Tafel an der KZ-Gedenkstätte Ravensbrück, dem größten Frauen-Konzentrationslager. Und: Die bisherigen Gedenkveranstaltungen am Homo-Mahnmal gedachten ausschließlich der männlichen NS-Opfer. Um das zu ändern, lädt das Berliner Lesbenarchiv Spinnboden gemeinsam mit der Magnus Hirschfeld-Gesellschaft heute um 17 Uhr zu einer „Veranstaltung zum Gedenken an das Leid lesbischer Frauen im Nationalsozialismus“. Frauen wie Clara Schröder (Foto), die in den Akten der Hamburgischen Gefangenen-Anstalten unter der Kategorie „Perversität“ auftaucht. An Frauen wie sie erinnert bei der heutigen Feier Claudia Schoppmann, die vor der Kranzniederlegung über die Frauen während der „Zeit der Maskierung“ berichtet.
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Gerechte Rente: Sind „Mütter unbezahlbar?“

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Thu, 05/09/2013 - 04:33
Sie wollen keine Blumen am Muttertag – sie wollen Geld und Gerechtigkeit. Deshalb werden sie am Freitag, 10. Mai, und Samstag, 11. Mai, mit Schürzen und Stoffwindeln in den Fußgängerzonen von Bad Honnef und Köln stehen – und zeigen, dass Mutti nicht mehr duldsam ist. Die Forderung der „Mütter für Rentengerechtigkeit“: Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, bekommen für die Erziehungszeit nur einen statt drei Entgeltpunkte für ihre Rente angerechnet. Das macht einen Unterschied von mindestens 56,14 € pro Monat. „Diese Benachteiligung wiegt umso schwerer, als für die vor 1992 Geborenen kein Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung bestand“, erklärt Brigitte Neuß (Foto re), Gründerin der Initiative aus Swisttal und Mutter von drei Kindern. Aber der Gesetzgeber stellt sich quer: Kein Geld. Das wollen die „Mütter für Rentengerechtigkeit“ nicht gelten lassen. Unter dem Motto „Mütter unbezahlbar?“ hatten sie schon am Internationalen Frauentag auf dem Bonner Marktplatz protestiert – jetzt sind Bad Honnef und der Kölner Neumarkt an der Reihe. – P.S. Der Muttertag ist übrigens eine gemeinsame Erfindung des „Verbands Deutscher Blumengeschäftsinhaber“ und der „Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundung“. Mehr zu seiner fragwürdigen Geschichte steht hier.
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Von Frauen, für Frauen, gegen Sexismus

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Tue, 05/07/2013 - 11:59
Die re:publica 2013 hat begonnen - und dieses Jahr ist alles (noch) größer. Der Ort: das 23.000 Quadratmeter große Messegelände „Station Berlin“. Die Anzahl der Gäste: 5.000. Die Anzahl der Frauen auf den Bühnen. Und vor allem auch: Die Anzahl der Themen, die Frauen direkt betreffen. Allen voran: der #aufschrei, der sich an Tag Eins der BloggerInnen-Konferenz wie ein roter Faden beispielhaft durch Talks zog – und weiterhin ziehen wird. Am 8.5. um 16.15 Uhr spricht u.a. Anne Wizorek über die Auswirkungen der Sexismus-Debatte. Tipp: Spiegel Online zeigt die gesamte Konferenz im Live Stream, die Vorträge kann man nachträglich auch im Netz anschauen. Besonders zu empfehlen: Laurie Penny über Cybersexismus. Die britische Feministin analysierte die Gewalt gegen Frauen im Netz umfassend, räumt mit Klischees auf – und liefert auch einige Lösungsansätze. Hier geht es zum Videomitschnitt. - Mehr zum Thema Netzfeminismus in EMMA: Feminismus 2.0.; WikiWomen unite; Digitale Gesellschaft - frauenlos?; Brüll zurück!; Geschlechterkrieg im Internet?
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Woher kommt das Böse?

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Mon, 05/06/2013 - 09:48
Ab heute steht Beate Zschäpe vor Gericht. Es wird mit einem Mammutprozess gerechnet, der über Monate, wenn nicht gar Jahre geht. Dabei wird es nicht nur um die persönliche Schuld der Angeklagten gehen und die ihrer beiden toten Komplizen, sondern auch um ihr Umfeld, das bis in den Verfassungsschutz hineingeragt zu haben scheint. Im Gerichtssaal sitzen nicht nur JournalistInnen, sondern auch die Verwandten der Opfer, die über Jahre selber verdächtigt worden waren, am Tod ihrer Väter, Brüder und Ehemänner schuld zu sein. Zschäpe wird der Mittäterschaft an zehn Morden und mehreren Mordversuchen angeklagt. Keine schöne Sache für die AnhängerInnen einer quasi naturgegebenen Friedfertigkeit der Frauen. Eine Flut von Publikationen hat bereits versucht zu ergründen, wie das Böse in die desorientierte, revoltierte junge Frau aus dem Osten hineingekommen ist. Eine lieblose und vaterlose Kindheit – aber die haben viele und werden dennoch keine MenschenhasserInnen und RassistInnen. Und welche Rolle spielen Frauen eigentlich in der extremen Rechten? Weiterlesen
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Femen gegen Islamismus

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Fri, 05/03/2013 - 12:26
Sie haben einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Sie seien rassistisch, imperialistisch, kolonialistisch, eurozentristisch und natürlich islamophob. Sie bevormundeten muslimische Frauen und kriminalisierten alle muslimischen Männer. Warum? Weil die Femen am 4. April in Berlin, Paris, Brüssel, Kiev und weiteren Städten für die Freilassung ihrer tunesischen Aktivistin Amina Tyler eine ihrer Oben-Ohne-Aktionen gestartet hatten. Motto: „Topless Jihad“. Die 19-jährige Amina hatte aus Protest gegen die neuen fundamentalistischen Machthaber in Tunesien im Netz mit nacktem Oberkörper posiert. Aufschrift: „Fuck your morals“. Daraufhin verschwand sie spurlos. Ein Geistlicher forderte ihre Steinigung. Der mediale Aufruhr, der nun losbrach, richtete sich aber nicht gegen die Entführer – sondern gegen den Protest der Femen. Jetzt antwortete Femen-Gründerin Inna Shevchenko: „Schwestern, es interessiert uns nicht, wie oft eure Männer beten. Aber es interessiert uns sehr, was sie zwischen diesen Gebeten tun." Weiterlesen
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Iris von Roten: Die Rebellin als Fimstar

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Thu, 05/02/2013 - 09:55
Der Briefwechsel zwischen Iris und Peter von Roten, dem provokativsten Paar der jüngeren Schweizer Geschichte, erschien posthum 2007 unter dem Titel „Verliebte Feinde“. Jetzt kommt der gleichnamige Film über die „Simone de Beauvoir der Schweiz“ und ihre turbulente Beziehung zu ihrem Ehemann in unsere Kinos. Dokufiction nennt sich dieses Genre. Die Protagonisten werden von Schauspielern verkörpert, dazwischen sprechen Zeitzeugen. Die Rezensentin muss gestehen, dass sie sich eher lustlos in die Pressevorführung gesetzt hat. Aber dann! Ja! Es funktioniert! Man denkt: Ja, diese Menschen hätte man gern gekannt. Mit denen hätte man gern diskutiert. Weiterlesen
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Die Maibaum-Rebellinnen von Regensburg

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Wed, 05/01/2013 - 10:17
Die Maß Bier haben sich die Frauen redlich verdient! Hier sehen wir die „Wilden 13“ aus Regensburg Prüfening. Zünftige Maibaum-Rebellinnen, die Geschichte schrieben. Erstmals haben sie 2012 Seite an Seite mit 13 Burschen den 17 Meter hohen und 20 Zentner schweren Maibaum aufgestellt. In Lederhosen, versteht sich. Das sorgte für Empörung. Der Fischerverein Prüfening sagte prompt seine Teilnahme ab: „Wir haben nichts gegen Frauen. Aber es geht nicht, dass sie den Baum mit aufstellen.“ Doch CSU-Ortsvorsitzende Ellen Bogner ließ sich nicht entmutigen. „Wir wollen nicht nur am Herd stehen und Kinder kriegen. Wir wollen in die erste Reihe!“ Auch in diesem Jahr werden die wilden Frauen auf dem Marktplatz wieder kräftig zupacken, wenn es heißt: 1,2,3 – Hau ruck!
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Eine Feministin und eine Deutsche Ministerinnen!

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Tue, 04/30/2013 - 09:55
Berlusconi pflegte Ex-Schönheitsköniginnen ins Kabinett zu holen und „Felinen“ – diese Blondinen mit dem Trippelschritt, der hohen Stimme und den gespritzten Lippen – sind auch im italienischen Fernsehen allgegenwärtig. Aber jetzt kommen gestandene Frauen an die Macht. Der 46-jährige Enrico Letta, Ministerpräsident der großen Koalition, holte sieben Frauen in sein 21-köpfiges Kabinett. Und was für welche! Die Feministin, Menschenrechtlerin und Kirchenkritikerin Emma Bonino (re neben Ministerpräsident), 65, wird tatsächlich Außenministerin. Die beliebte Querdenkerin war lange im EU-Parlament und unter Prodi Europaministerin. Die Parteilose gilt als unvereinnahmbar und ist selbstverständlich für das Recht auf Abtreibung. „Sie ist ein Wirbelsturm“, klagte der Chef der kleinen Radikalen Partei, für die sie antrat. In einer Politikpause zwischen 2001 und 2005 lernte Bonino Arabisch und zog nach Kairo. Dort kämpfte sie u.a. gegen die Genitalverstümmelung. – Auch die 48-jährige Josefa Idem (1. v. li) ist nicht ohne. Sie wurde zur Frauenministerin ernannt. Jenseits der Alpen ist die Kanutin aus Goch am Niederrhein und Olympia-Siegerin eine Sportlegende. Weiterlesen
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Nur Silber für den mutigsten Film des Jahres!

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Mon, 04/29/2013 - 12:05
In Paris ist zurzeit die ganze Stadt gepflastert mit den Filmplakaten zu Margarethe von Trottas „Hannah Arendt“. Der gleichzeitig in 19 Sälen angelaufene Film ist Stadtgespräch. In Berlin erhielt jetzt zwar die Hauptdarstellerin Barbara Sukowa die „Goldene Lola“, zumindest das war unvermeidlich. Doch der mutigste Film des Jahres musste sich mit Silber begnügen. Das Gold bekam ein „charmanter Debutfilm“ (Spiegel): „Oh Boy“, von Jan Ole Gerster. Oh Boys, mal wieder eine Gelegenheit verpasst, das Werk einer Frau angemessen zu würdigen! „Hannah Arendt“, Trottas 25. Film, ist nämlich vielleicht ihr bester. Doch es geht bei solchen Preisen natürlich nicht nur um die Ehre, sondern auch um viel Geld. Weiterlesen
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Über späte Mütter und Bräute von heute

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Wed, 04/24/2013 - 00:00
Die italienische Rockröhre Gianna Nannini hat schon so einige Skandale hinter sich. Ihr jüngster ist nicht mal einen Meter hoch, drei Jahre alt und heißt Penelope: Nanninis Tochter, die sie mit 54 Jahren bekommen hat. Italien stand Kopf bar der „späten Mutter“. Dabei ist Nannini kein Einzelfall. Das zeigt die EMMA-Titelgeschichte „Mutter werden mit 50plus“. Doch während Väter auch jenseits der 70 als völlig normal gelten, sind Mütter über 50 ein Aufreger. Außerdem in dieser Ausgabe: Männer gegen Sexismus – ein Schwede und ein Deutscher über die #aufschrei-Debatte. Alice Schwarzer über Joschka Fischer und Daniel Cohn-Bendit – wie wär’s mit Bedauern? Laurie Penny über die Vergewaltigung von Steubenville – das „Abu Ghraib der Rape Culture“. Katrin Bauerfeind über den Hochzeits-Hype – Nein, ich will nicht!“ Und im Dossier geht es diesmal um wortgewandte Rapperinnen von Berlin bis New York. Weiterlesen
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Justizministerin blockiert schärferes Gesetz

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Tue, 04/23/2013 - 15:45
Die Schelte der EU scheint gewirkt zu haben. In Berlin bewegt sich etwas in Sachen Prostitutionsgesetz. Das heißt: Es könnte sich etwas bewegen, wenn nicht ausgerechnet die Justizministerin den Gesetzentwurf blockieren würde. Am letzten Montag war Deutschland offiziell gerügt worden. Die EU-Kommissarin für Innenpolitik, Cecilia Malmström, hatte in einem Bericht den besorgniserregenden Anstieg des Menschenhandels festgestellt. Deutschland spielt dabei eine besonders ungute Rolle, denn: Obwohl es mit einem der liberalsten Prostitutionsgesetze der Welt, das Prostitution zum normalen Beruf erklärt, dem Handel mit der Ware Frau Vorschub leistet, hat die Regierung die EU-Richtlinie zur Bekämpfung des Menschenhandels nicht erfüllt. Weiterlesen
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Bushido, die Mafia – und Alice

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Mon, 04/22/2013 - 10:21
Kein Blog von Alice Schwarzer wurde so häufig angeklickt wie ihre „Antwort an den deutschen Rapper Nr. 1“ vom 8. Februar 2010. Und bis heute sprechen sie auf der Straße vor allem junge Männer zustimmend darauf an. Denn die haben die Schnauze voll von dem Großmackergehabe dieses Wichtigtuers. Nun enthüllt und belegt der Stern etwas, was die EMMA-Herausgeberin schon damals thematisiert hatte: nämlich Bushidos sehr innige Verbindungen mit dem Abou-Chaker-Clan, palästinensische Libanesen mit mafiösen Strukturen in Berlin. Anis Mohamed Youssef Ferchichi, wie Bushido bürgerlich heißt, wird laut Stern-Beleg in Polizeiakten als „Mitglied“ der Abou-Chaker-familia geführt. Er hat Clan-Chef Arafat eine Generalvollmacht ohne jede Einschränkung über sein gesamtes Vermögen gegeben, über seinen Tod hinaus. So etwas ist selbst unter Eheleuten ungewöhnlich. Der Sohn einer (geschlagenen) deutschen Mutter und eines (schlagenden) tunesischen Vaters trägt inzwischen auch einen einschlägigen Bart, mit dem er unter seinen tunesischen Brüdern nicht weiter auffallen würde. Besonders skandalös ist das Ganze, weil der offen gewaltverherrlichende, frauenverachtende, antisemitische Bushido seit der Verfilmung seines Lebens in Berliner Salons verkehrt und auch konservative Politiker wie zum Beispiel Seehofer sich mit ihm schmücken. Grotesk wurde es, als Bushido im vorletzten Jahr ein Bambi für gelungene Integration bekam.
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Das Buch zur Kampagne gegen Sexismus

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Fri, 04/19/2013 - 00:00
In dem Taschenbuch sind sie alle versammelt – von den #aufschrei-Aktivistinnen bis hin zu Ministerin von der Leyen, die findet: Schade, dass wir in Deutschland keine political correctness haben wie in Amerika! Herausgeberin Alice Schwarzer hat die wichtigsten Stimmen und Argumente der Protestwelle 2013 gegen Sexismus zusammengestellt, sowie der ersten Protestwelle aus den 1980er Jahren. Das Buch ist Augenöffner, Argument und Waffe zugleich. Unentbehrlich beim Kampf gegen den alltäglichen Sexismus. „Es reicht! Gegen Sexismus im Beruf“, Hg. Alice Schwarzer (EMMA/KiWi-TB, 8.99 €). Buch im EMMA-Shop bestellen
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