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Halber Sieg für von der Leyen?

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Thu, 04/18/2013 - 16:34
Sie hatte hoch gepokert. Noch bis zum Montag hatte Ursula von der Leyen offen gelassen, ob sie heute gegen ihre eigene Fraktion und für eine feste Frauenquote in den Aufsichtsräten stimmt. So hatte die Arbeitsministerin gemeinsam mit den Quoten-Rebellinnen in den eigenen Reihen eine gewaltige Drohkulisse aufgebaut – und der Kanzlerin einen Kompromiss aus dem Kreuz geleiert: 30 Prozent Frauen bis 2020 – im Wahlprogramm. So gab es heute keine Überraschung mehr: Der Bundestag hat die Quote abgelehnt - mit den Stimmen der Quoten-Befürworterinnen. Die Debatte war dennoch aufschlussreich. Unter anderem deshalb, weil Frauenministerin Schröder zumindest in einem Punkt Recht hatte. Weiterlesen
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Cohn-Bendit erhält den Theodor-Heuss-Preis…

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Wed, 04/17/2013 - 15:35
… und EMMA gratuliert nicht. Denn wir meinen, dass die Ehrung im Namen eines der wenigen Männer, der in einer wirklichen Partnerschaft mit einer frauenbewegten Frau gelebt hat, mehr als deplatziert ist. Cohn-Bendit hat in der Tat den sexuellen Missbrauch nicht nur gebilligt, sondern verharmlost, ja propagiert. Er hat das in einer Zeit getan, die, wie er selber jetzt sagte, „so etwas geduldet hat“. Die Zeit – die 60er und 70er Jahre – hat das vor allem „geduldet“, weil linke Leader wie Cohn-Bendit diese Art sexueller Freiheiten auf Kosten Schwächerer aufs Schild gehoben hatten. Und es gab auch damals schon Männer und Frauen, die das kritisiert haben; nicht zuletzt Feministinnen. Bereits 2001 hat Alice Schwarzer, einstige politische Weggefährtin von Cohn-Bendit, „dem roten Dany“ einen offenen Brief in Sachen Missbrauch geschrieben – er hat nie geantwortet. Und er hat bis heute kein bedauerndes oder gar selbstkritisches Wort dafür gefunden. Hier der Text von Alice Schwarzer: „In der Vergangenheit liegt die Gegenwart“.
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Maischberger-Sendung über Sexismus

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Mon, 04/15/2013 - 18:20
AutorInnen der ersten und der zweiten Protestwelle gegen Sexismus im Beruf, von 2013 sowie aus den 70er und 80er Jahren, versammelt das gerade erschienene KiWi-Taschenbuch. Sandra Maischberger nimmt die Bucherscheinung zum Anlass, über das Thema kontrovers zu diskutieren. Mit in der Runde, neben Herausgeberin Alice Schwarzer: eine echte Feme, eine der #aufschrei-Initiatorinnen, sowie Heiner Lauterbach und die bei Männerbünden sehr beliebte Birgit Kelle. Dienstagabend, ab 22.45 Uhr in der ARD. Wir sind gespannt! Buch im EMMA-Shop bestellen
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L-Beach geht in die vierte Runde

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Mon, 04/15/2013 - 13:06
Das Wichtigste zuerst: Es gibt noch Tageskarten und Übernachtungsplätze. Für Kurzentschlossene geht also noch was - auch wenn zu „L-Beach 2013“, dem größten Lesben-Festival Europas, wieder rund 4.000 feierwütige Damen am Weissenhäuser Strand an der Ostsee erwartet werden. Motto: „Girls love music, fun and holidays“. Weiterlesen
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Alice Schwarzer über die Renaissance des Feminismus

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Fri, 04/12/2013 - 11:57
Auf meinem Schreibtisch liegt eine fliederfarbene Karte. Eine Postwurfsendung, die ich aus meinem Briefkasten auf dem Land gefischt habe. „Herzlich willkommen“, steht da. Und: „In Dir steckt mehr als Du denkst!“ Es ist die Einladung zu einem „Frühstückstreffen für Frauen“ im ­benachbarten Gemeindehaus. Daneben liegt ein potenzieller Bestseller: „Lean in – Frauen und der Wille zum Erfolg“. Die Autorin, Sheryl Sandberg (Foto), sieht mir direkt in die Augen, mit einem strahlenden Lächeln, gewandet in einen weißen V-Ausschnitt-Pullover. Beide ­Druck­erzeugnisse wollen mir ein und dasselbe vermitteln, das eine auf bescheidenem Provinz-Niveau, das andere im ambitiösen Weltmaßstab: Du bist zwar nur eine Frau, aber du kannst es schaffen! Weiterlesen
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FrauenFilmFestival in Dortmund

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Tue, 04/09/2013 - 00:00
Hier treibt der französische Stummfilmstar Musidora anno 1915 als Diebin Irma Vep ihr Unwesen über den Dächern von Paris. Irma ist eine von vielen „Bösen Frauen“, die das Internationale FrauenFilmFestival diesmal in Dortmund vorstellt, passend zum Festivalmotto: „Exzess!“ Um Grenzüberschreitungen aller Art geht es in den rund 80 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen, die das Festival vom 9.bis 14. April zeigt. Vom feministischen Klassiker „Dialogues with Madwomen“, in dem Frauen über ihre Psychiatrieerfahrungen erzählen, bis zum Boykott der Geschlechtergrenzen in „Peaches does herself“.
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Zum Tod der eisernen Lady

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Mon, 04/08/2013 - 15:40
In der Vor-Merkel-Ära, an die wir uns kaum noch erinnern, war sie die Dame im „Gruppenbild mit Dame“, genauer: Sie war die eiserne Lady mit der festgesprayten Fönfrisur, der dreireihigen Perlenkette und der immer eleganten Handtasche. Die Handtaschenindustrie müsste ihr eigentlich ein Denkmal setzen. Heute verstarb Margaret Thatcher im Alter von 87 Jahren. In den letzten Lebensjahren lebte die einstige britische Premierministerin (1979-1990) ganz zurückgezogen, nach mehreren Schlaganfällen war sie in der Demenz versunken. Allgemeinpolitisch gesehen war die Tochter eines Kolonialwarenhändlers und einer Schneiderin durchaus kritisch zu sehen. Sie verordnete den Briten in der Wirtschaftskrise mit eiserner Faust eine Radikalkur, die auf Kosten der Schwächeren ging; und sie führte den absurden Falklandkrieg, der über tausend Menschenleben kostete. Frauenpolitisch aber war Thatcher der Knaller! Kollegen wie Untergebene zitterten vor ihrem resoluten Charme, dieser unwiderstehlichen Mischung aus energischer Mutter, raffinierter Domina und brachialem Kerl. In EMMA schrieb Sonia Mikich, die Halb-Britin, schon nach Thatchers Rücktritt am 22. November 1990 eine Trauerrede: „Miss you, Maggie“. Hier ihr historischer Text.
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Femen protestieren gegen Islamismus

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Sun, 04/07/2013 - 00:00
Sie taten es am 4. April gleichzeitig: vor der Moschee in Berlin, vor der tunesischen Botschaft in Paris, in Brüssel, Italien und der Ukraine. Die Femen haben zum Oben-Ohne-Protest  gegen die Islamisten aufgerufen. Auslöser: In Tunesien hatte eine 19-Jährige ein Foto in Femen-Manier ins Netz gestellt, um gegen die Unterdrückung der Frauen in dem Ursprungsland der Arabellion zu protestieren - prompt forderte ein Prediger ihre Steinigung. Seither ist die junge Frau verschwunden. Weiterlesen
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Roth, Schwarzer & Araberinnen

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Thu, 04/04/2013 - 19:06
„Sind Frauen klüger?“ lautet das Motto der Matinee, an dem sehr spannende Frauen aus Nordafrika und Nahost zusammen mit Claudia Roth und Alice Schwarzer diskutieren werden. Das Thalia-Theater hat es geschafft, führende Politikerinnen und Intellektuelle nach Hamburg zu holen, darunter Sihem Badi, die tunesische Frauenministerin, sowie die Israelin Prof. Fania Oz-Salzberger. Sind Frauen klüger? Die Antwort ist nicht einfach. Sie waren auf jeden Fall dabei und oft in vorderer Reihe bei dem so genannten „arabischen Frühling“, der längst in einen eisigen Winter gekippt ist – und die Frauen traf es mal wieder zuerst. Von Tunesien über Ägypten bis Syrien: Ist eine Demokratisierung noch möglich? Oder werden die einst autoritär, aber immerhin weltlich geführten Staaten jetzt in Gottesstaaten kippen? Welche Rolle spielen die Frauen dabei – und wie wird ihre Zukunft aussehen? „Pulverfass Nahost – sind Frauen klüger?“, Dialog am 7. April, 11 Uhr im Thalia Theater Hamburg.
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Die Wut der Ärztin Monika Hauser

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Thu, 04/04/2013 - 15:05
4. April 1993. An diesem Tag eröffnet in Zenica, mitten im bosnischen Kriegsgebiet, etwas bis dato Einzigartiges: ein Therapiezentrum für kriegsvergewaltigte Frauen. Die Frauen und ihre Kinder werden hier nicht nur medizinisch versorgt, sondern können über das Unaussprechliche sprechen. Was die Gründerin des Zentrums, die Ärztin Monika Hauser, damals nicht ahnt: Aus „Medica Zenica“ in Bosnien ist heute eine Organisation mit über 100 Mitarbeiterinnen und Projekten in aller Welt geworden. Weiterlesen
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Krieg ist immer unmenschlich!

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Tue, 04/02/2013 - 10:12
Am 2. April vor zehn Jahren begannen die Alliierten unter Führung von Amerika mit der Bombardierung des Irak. Angeblich, weil Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen hortete (was schon damals als Lüge erkennbar war und rasch widerlegt wurde). Die Bilanz zehn Jahre später: 120-190.000 Tote, vor allem IrakerInnen, aber auch 4.500 US-SoldatInnen. Sowie tausende traumatisierte Soldaten auch auf der Seite der Angreifer. Heute machen im Jahr mehr GIs Selbstmord (2012 genau 349) als im Krieg sterben. Und der Irak, dieses einstige Paradies, in dem  Adam Eva den Apfel gereicht haben soll, und das unter dem Diktator Hussein immerhin das fortschrittlichste und blühendste Land der Region war mit den wenigsten Analphabeten und den emanzipiertesten Frauen, dieser Irak ist heute ein zertrümmertes Land mit einer traumatisierten Bevölkerung. Wäre es damals, 2003, nach den Menschen in den kriegsführenden Ländern gegangen, hätte es diesen Krieg nie gegeben. Weiterlesen - Foto: Bettina Flitner
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Ganz Amerika diskutiert über eine Vergewaltigung

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Wed, 03/27/2013 - 16:33
Die beiden Jungs (Foto) hatten die betrunkene 16-jährige an diesem Abend wie Schlachtvieh von Party zu Party geschleppt und immer wieder mal vergewaltigt. Das ganze Geschehen wurde von Dritten gefilmt. Und dann stellten sie das ganze Grauen stolz ins Netz – was das Aufspüren und Verurteilen der Täter erleichterte. Die 16 und 17 Jahre alten Schüler wurden zu ein bzw. zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Was man in Steubenville gar nicht gut fand. Schließlich sind die beiden Jungs gute Football-Spieler. Die Medien sahen das ähnlich. Der TV-Sender CNN zum Beispiel bedauerte nicht etwa das Opfer, sondern die weinenden Vergewaltiger vor Gericht. – Seither tobt in den USA eine Debatte über die „Vergewaltigungskultur“, das Weggucken der anderen und die Solidarität mit den Tätern. Eine BürgerInnen-Petition mit hunderttausenden Unterschriften verlangt, dass CNN sich entschuldigt. Und die britische Feministin Laurie Penny findet, dass der Fall Steubenville „das Abu Ghraib der Vergewaltigungskultur“ sei. Sie fordert: „Jetzt ist der Moment gekommen, Stopp zu sagen.“ mehr
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Ganz Amerika diskutiert über eine Vergewaltigung

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Wed, 03/27/2013 - 16:33
Die beiden Jungs (Foto) hatten die betrunkene 16-jährige an diesem Abend wie Schlachtvieh von Party zu Party geschleppt und immer wieder mal vergewaltigt. Das ganze Geschehen wurde von Dritten gefilmt. Und dann stellten sie das ganze Grauen stolz ins Netz – was das Aufspüren und Verurteilen der Täter erleichterte. Die 16 und 17 Jahre alten Schüler wurden zu ein bzw. zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Was man in Steubenville gar nicht gut fand. Schließlich sind die beiden Jungs gute Football-Spieler. Die Medien sahen das ähnlich. Der TV-Sender CNN zum Beispiel bedauerte nicht etwa das Opfer, sondern die weinenden Vergewaltiger vor Gericht. – Seither tobt in den USA eine Debatte über die „Vergewaltigungskultur“, das Weggucken der anderen und die Solidarität mit den Tätern. Eine BürgerInnen-Petition mit hunderttausenden Unterschriften verlangt, dass CNN sich entschuldigt. Und die britische Feministin Laurie Penny findet, dass der Fall Steubenville „das Abu Ghraib der Vergewaltigungskultur“ sei. Sie fordert: „Jetzt ist der Moment gekommen, Stopp zu sagen.“ mehr
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Gegen Vergewaltigung als Kriegswaffe!

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Wed, 03/27/2013 - 16:06
Das Problem beschäftigt sie weiter. Die Schauspielerin hatte 2012 einen mutigen, anklagenden Film über Vergewaltigung im Krieg gemacht. In dem Film „In the Land of Blood and Honey“ für den sie das Drehbuch geschrieben und Regie geführt hat, ging es um die systematischen Vergewaltigungen im bosnischen Bürgerkrieg. „Dieser Film hat mehr mit meinem Leben zu tun, als viele denken“, sagte Jolie bei der Premiere auf der Berlinale. Jolie hatte „In the Land of Blood and Honey“ mit serbischen und bosnischen SchauspielerInnen besetzt, die nicht selten selber betroffen waren und nun, 16 Jahre später, erstmals darüber sprachen. Jetzt, im Bürgerkrieg im Kongo, sind die vergewaltigten Frauen und Kinder ebenfalls oft Opfer der eigenen Nachbarn, die zu sich bekriegenden Banden verkommen sind. Jolie besuchte ein Hilfszentrum, in dem den Opfern Beistand gewährt wird. In genau so einem Zentrum war auch EMMA-Fotografin Bettina Flitner einige Monate zuvor. Sie zeigt und erzählt vom Grauen – und von der Hoffnung. Weiterlesen
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Gegen Vergewaltigung als Kriegswaffe!

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Wed, 03/27/2013 - 16:06
Das Problem beschäftigt sie weiter. Die Schauspielerin hatte 2012 einen mutigen, anklagenden Film über Vergewaltigung im Krieg gemacht. In dem Film „In the Land of Blood and Honey“ für den sie das Drehbuch geschrieben und Regie geführt hat, ging es um die systematischen Vergewaltigungen im bosnischen Bürgerkrieg. „Dieser Film hat mehr mit meinem Leben zu tun, als viele denken“, sagte Jolie bei der Premiere auf der Berlinale. Jolie hatte „In the Land of Blood and Honey“ mit serbischen und bosnischen SchauspielerInnen besetzt, die nicht selten selber betroffen waren und nun, 16 Jahre später, erstmals darüber sprachen. Jetzt, im Bürgerkrieg im Kongo, sind die vergewaltigten Frauen und Kinder ebenfalls oft Opfer der eigenen Nachbarn, die zu sich bekriegenden Banden verkommen sind. Jolie besuchte ein Hilfszentrum, in dem den Opfern Beistand gewährt wird. In genau so einem Zentrum war auch EMMA-Fotografin Bettina Flitner einige Monate zuvor. Sie zeigt und erzählt vom Grauen – und von der Hoffnung. Weiterlesen
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„Freier Geist – mutige Frau“

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Wed, 03/27/2013 - 12:40
Nachdem Annemarie (Anna) Tröger nach langer und schwerer Krankheit am 18. Februar gestorben ist, denken wir Freundinnen und Weggefährtinnen in Dankbarkeit an sie. Annemarie hat viele Anstöße gegeben und Spuren hinterlassen, sie hat keine Karriere gemacht, sondern Geschichte, Frauengeschichte. Sie „war“ die „Frauengruppe Faschismusforschung“ an der FU Berlin. Sie „war“ auch die „Gruppe Berliner Dozentinnen“, die die erste und zweite Berliner Sommeruniversität für Frauen im Juli 1976/1977 initiiert hat; und sie „war“ in Berlin die „Gruppe erwerbsloser Frauen“. Annemarie Tröger war ein politischer Mensch, eine femina politica. Sie war Wissenschaftlerin, Aktivistin, Netzwerkerin, sie wollte politisch eingreifen und hat auch eingegriffen. So hat sie die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in die entstehende Frauenbewegung eingebracht, aber sie hat auch die Frauenbewegung in die Faschismusforschung hineingetragen. Weiterlesen
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„Freier Geist – mutige Frau“

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Wed, 03/27/2013 - 12:40
Nachdem Annemarie (Anna) Tröger nach langer und schwerer Krankheit am 18. Februar gestorben ist, denken wir Freundinnen und Weggefährtinnen in Dankbarkeit an sie. Annemarie hat viele Anstöße gegeben und Spuren hinterlassen, sie hat keine Karriere gemacht, sondern Geschichte, Frauengeschichte. Sie „war“ die „Frauengruppe Faschismusforschung“ an der FU Berlin. Sie „war“ auch die „Gruppe Berliner Dozentinnen“, die die erste und zweite Berliner Sommeruniversität für Frauen im Juli 1976/1977 initiiert hat; und sie „war“ in Berlin die „Gruppe erwerbsloser Frauen“. Annemarie Tröger war ein politischer Mensch, eine femina politica. Sie war Wissenschaftlerin, Aktivistin, Netzwerkerin, sie wollte politisch eingreifen und hat auch eingegriffen. So hat sie die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in die entstehende Frauenbewegung eingebracht, aber sie hat auch die Frauenbewegung in die Faschismusforschung hineingetragen. Weiterlesen
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Über Affen: „Unter Menschen“

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Tue, 03/26/2013 - 01:00
Als sie sich nach 13 Jahren Gefangenschaft zum ersten Mal begegnen, schließen sich Ingrid und Pünktchen in die Arme und halten sich minutenlang fest. Die beiden Schimpansinnen gehören zu einer Gruppe von 40 Affen, die in den 80er Jahren in Sierra Leone gefangen wurden und als Versuchstiere der Wiener Pharmafirma „Immuno“ dienten. Das Unternehmen, das einen Impfstoff gegen Aids entwickeln wollte, hielt die Tiere in winzigen Einzelkäfigen. „Folter“ nannte das die berühmte Affenforscherin Jane Goodall. Weiterlesen
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EMMA - das politische Magazin von Frauen - Tue, 03/26/2013 - 01:00
Als sie sich nach 13 Jahren Gefangenschaft zum ersten Mal begegnen, schließen sich Ingrid und Pünktchen in die Arme und halten sich minutenlang fest. Die beiden Schimpansinnen gehören zu einer Gruppe von 40 Affen, die in den 80er Jahren in Sierra Leone gefangen wurden und als Versuchstiere der Wiener Pharmafirma „Immuno“ dienten. Das Unternehmen, das einen Impfstoff gegen Aids entwickeln wollte, hielt die Tiere in winzigen Einzelkäfigen. „Folter“ nannte das die berühmte Affenforscherin Jane Goodall. Weiterlesen
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Der Widerstand der Katja Riemann

EMMA - das politische Magazin von Frauen - Mon, 03/25/2013 - 17:01
Seit 40 Jahren sitze ich auf Sofas und Sesseln, vor laufender Kamera, ausgeliefert dem Geplauder der ModeratorInnen. In 95 Prozent der Fälle sind diese TV-Plauderer schlecht vorbereitet und oberflächlich, meist kommen noch Sensationsgier und Häme dazu. Hätte ich nicht die Medien der letzten Tage gelesen, wäre ich darum nicht eine Sekunde lang darauf gekommen, dass der mir bis dahin unbekannte Hinnerk Baumgarten eine besondere Katastrophe sei. Der NDR-Moderator wirkte auf mich nur wie die ganz normale Katastrophe. Bekannt geworden ist diese eine von vielen TV-Labershows auch nur dadurch, dass der Medien-Kritiker Niggemeier einen Elf-Minuten-Zusammenschnitt der Sendung auf Youtube stellte. Und da wurde klar: Das einzige Bemerkenswerte an dieser Sendung ist Katja Riemann. Weiterlesen
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